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Eine kleine Einführung in das

Kabbalistische Tarot

 

Tarot ist mehr als Wahrsagerei

Früher nannte man sie Wahrsager und sie waren genauso beliebt, als daß man sie auch verfolgte.

Die Kunst des Tarotkarten – Wahrsagens reicht bis ins Zeitalter der alten Ägypter. Unser Wissen über dieses traditionell überlieferte klassische Tarot – Wissen möchten wir Ihnen entwickeln und leichtverständlich vermitteln.

Dabei kann die Deutungskust der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft als:

  • Entscheidungshilfe
  • Lebenshilfe
  • Entscheidungsfindung
  • Ratgeber für schwierige Situationen
  • Selbsthilfe
  • Schlüssel durch schwierige Lebenssituationen

erfolgreich eingesetzt werden.

Für Fragen zu dem Thema Tarot stehen wir Ihnen auch gerne jederzeit zur Verfügung.

Dieses Buch ist entstanden aus der langjährigen Erfahrung im Umgang mit dem kabbalistischen Tarot.

Bei der Beschreibung der "Großen Arkana" haben wir uns entschlossen das RIDER – TAROT zu benutzen, da es nach unserer Erfahrung durch seine klaren Bilder den Zugang erleichtert und eine visuelle Verbindung mit den Bildern ermöglicht.

In unserem Tarot Kurs, zu dem auch diese Einführung gehört, ist das RIDER - TAROT im Lieferumfang enthalten.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Beschäftigung mit dem Tarot, möge es Ihnen den Weg weisen zu Ihrer persönlichen, spirituellen Weiterentwicklung.

Ihr COSMO LIGHT TEAM

Woher kommt das Tarot ?

Der deutsche Mönch Johannes berichtete darüber, daß ein Kartenspiel "Das Spiel der Karten" –Ludus Cartarum- bereits 1337 gespielt wird. Nach seinen handschriftlichen Aussagen (Sammlung des Brittischen Museums in London) wußte Johannes jedoch nicht, wer zu welcher Zeit dieses Kartenspiel erfand. Er verglich dieses Kartenspiel mit dem Schachspiel, da es in beiden Spielen Könige, Königinnen, hochstehende Adelige und das Volk gibt.

Im Jahre 1397 wurde das Kartenspiel, das aus dem Sarazenerland kommt und von ihnen "Naib" genannt wird, nach Viterbo gebracht (Manuskript von Feliciano Bussi, Chronist).

Man findet in den Archiven der Bibliotheque Nationale in Paris heute 17 Große Arkanen Karten, die angeblich um 1392 von Jacquemin Gringonneur für Karl IV. von Frankreich handbemalt wurden.

Eindeutig läßt sich jedoch heute nicht bestimmen, wann und von wem das Tarotkartenspiel nach Europa gebracht wurde.

Immer wieder werden die Wahrsagekarten auch mit den Zigeunern in Verbindung gebracht, die ursprünglich aus Hindustan stammen und Anfang des 15. Jahrhunderts von dem islamischen Eroberer Timur Lenk, der einen Großteil Zentralasiens und Osteuropas eroberte, aus Indien vertrieben wurden.

Einige Worte zu den Karten selbst

Die Tarotkarten bestehen, bei näherer Betrachtung aus einer Ansammlung von elementaren symbolischen Bedeutungen, die wiederum eine mächtige Fülle an Informationen zulassen. Hierbei sind die Karten nicht einfach wahllos bunt durcheinander gemischt, sondern es läßt sich eine, wie sich noch im Kurs herausstellen wird, eine lebensnahe Gliederung feststellen.

Die 78 Tarotkarten des kompletten Spiels lassen sich einteilen in:

  • 22 Große Arkanen
  • 56 Kleine Arkanen

Die 22 Großen Arkanen (emblematischen Karten) bestehen aus 21 durchnummerierten Karten (I bis XXI) und eine Karte ohne Zahl (Null), dem NARR. Das Wort ARKANUM ist gleichbedeutend mit "Mysterium" oder "Geheimnis".

In dem vorliegenden Kurs werden wir uns ausschließlich mit den 22 Großen Arkanen beschäftigen. Die Großen Arkanen sind als "Schlüsselkarten" aufzufassen, die u.U. ein ganzes Leben bestimmen können. Dabei steht die Eigenschaft der Bedeutung im Vordergrund. Es entsteht jeweils bei der Karten Analyse eine anscheinende nicht endende Kette von tiefgehenden Lebenszusammenhängen, die es Ihrerseits gilt, zu erkennen und entsprechend dem Untersuchenden zu erklären. Die Aufgabe des Tarot – Analytikers besteht darin, zu untersuchen, was Menschen, die in dem tiefen Kontakt mit dem Mysterium standen oder stehen, als Entsprechungen der großen Tarotkarten in ihrer jeweiligen Welt ausfindig machen können. Die großen Arkanen stehen also für die großen menschlichen "Schlüsselprogramme", die es gilt zu erkennen. Im einzelnen finden wir folgende 22 große Arkanen:

  • 0 Der Narr (The Fool)
  • I Der Magier (The Magican, The Juggler)
  • II Die Hohepriesterin (The High Priestress)
  • III Die Herrscherin (The Empress)
  • IV Der Herrscher (The Emperor)
  • V Der Hohepriester (The Hierophant)
  • VI Die Liebenden (The Lovers)
  • VII Der Triumphwagen (The Chariot)
  • VIII Die Kraft (Stregth)
  • IX Der Eremit (The Hermit)
  • X Rad des Schicksals (The Wheel of Fortune)
  • XI Gerechtigkeit (Justice)
  • XII Der Gehängte (The Hanged Man)
  • XIII Der Tod (Death)
  • XIV Mäßigkeit (Temperance)
  • XV Teufel (The Devil)
  • XVI Turm (The Tower)
  • XVII Stern (The Star)
  • XVIII Mond (The Moon)
  • XIX Sonne (The Sun)
  • XX Gericht (Judgement)
  • XXI Die Welt (The World)

Die Kleinen Arkannen werden wir in diesem Kurs vorerst außer Acht lassen. Sie werden voraussichtlich in einem späteren Kurs behandelt.

Bevor Sie nun weiter lesen, nehmen Sie sich Ihre Tarot – Karten zur Hand und betrachten Sie die Bilder in aller Ruhe und lassen Sie Farben und Formen auf sich wirken. Das Tarot kann uns dann am besten helfen, wenn wir uns mit den Bildern identifizieren können. Es sind kabbalistische Orden (Vereinigungen) bekannt, deren Mitglieder im Laufe des Studiums wochenlang über den Inhalt einer einzigen Karte meditieren und so ein Teil dieser Karte werden. Sie müssen nun nicht den gleichen Weg gehen, die Beschäftigung mit dem Tarot soll auch Freude machen.

Das Tarot als Lebenshilfe

Vom Augenblick der Zeugung an verfügen wir über die Selbstheilungskräfte der Natur und wissen diese als Embryo auch unbewußt zu nutzen. Ohne direkte Einflüsse von Außen entwickeln wir uns zu einem –lebensfähigen Wesen, das heute allerdings nicht im Geringsten auf die "feindliche" Umwelt vorbereitet ist. Unsere Lungen und Organe sind nicht dafür geschaffen, mit Kohlendioxyd und Kohlenmonoxid oder Dioxienen zu leben. Unsere Selbstheilungskräfte werden bereits beim Kleinkind überfordert. Doch lange bevor es die erste menschliche Emanation gab, existierte das Mineralreich und speicherte in sich alle Schöpfungsenergie. Tief im Innern der Erde blieben diese Mineralien mit ihren Energien und den individuellen Schwingungen bis heute unverändert erhalten. Sie unterlagen und unterliegen keinem "Erziehungsprozeß", sie bewahrten ihr "Urwissen". Für uns sind die Energien der Edelsteine wichtig, da jeder Karte der Großen Arkanen ein bestimmter Edelstein mit seiner Wirkung zugeordnet wird.

Auch unser Pflanzenreich konnte sich ohne erzieherische Maßnahmen entwickeln und entfalten und das "Urwissen" um die Selbstheilung bewahren. Eine Pflanze, die lebensgefährlich verletzt wird, versucht sofort durch die Bildung von Not- oder Angsttrieben zu reagieren und so ihre Art zu erhalten. Eine Blumenwiese, die in der Blütezeit gemäht wird, wird sofort mit dem Ansatz einer neuen Blüte reagieren um doch noch zur Samenreife zu kommen. Auch bestimmte Pflanzen werden mit den Großen Arkanen in Verbindung gebracht und können uns den Zugang zum Tarot erleichtern.

Wir Menschenkinder haben es bedeutend schwerer. Als Baby agieren und reagieren wir noch unbewußt, in der Verbindung zum "Universellen Bewußtsein". Wir schreien, wenn wir Hunger haben. Wir entleeren uns, wenn wir das Bedürfnis dazu haben. Doch dann setzt schon die Erziehung ein. Plötzlich sollen wir zu einer bestimmten Zeit Hunger haben und essen, werden auf den Topf gesetzt um zu einer bestimmten Zeit unsere Notdurft zu verrichten. Unser Unterbewußtsein wird manipuliert und kommt durcheinander. Die Programmierung unseres Urwissens wird verändert durch diese erzieherischen Maßnahmen. Wir lernen unsere Bedürfnisse zu festen Zeiten zu befriedigen. Woher soll unser Unbewußtes nach solchen Eingriffen noch wissen, wann es die Selbstheilungskräfte in Aktion bringen soll.

Auf jedes "Wehwehchen" wird von außen mit Chemie reagiert, noch bevor unsere Selbstheilungskräfte der Alarm erreicht. Auch dies geschieht in Form eines "Lernprozesses". Unser Unterbewußtsein lernt, daß es nicht nötig ist, den entsprechenden Krankheitsherd selbst zu heilen, denn diese Aufgabe hat die Chemie von außen übernommen.

Diese Umerziehung muß nicht unbedingt und unabänderlich hingenommen werden. Viele Menschen besinnen sich darauf, daß es lange vor dem Tierreich bereits zwei "Reiche" gab, die fast unverändert erhalten sind und somit auch fast unverändert den "Urwillen" und das "Urwissen" in sich gespeichert haben. Wir müssen nur versuchen, wieder Kontakt zu diesen Kräften zu finden. Ein Weg ist sicherlich, die bewußte Verbindung zu den Mineralien durch Meditation und Besinnung herzustellen. Der liebevolle und persönliche Umgang mit Steinen stellt diese Verbindung her und weckt die Kräfte, die in den Mineralien schlummern. Ein Boji oder ein Moqui z.B. verändert seine Oberfläche zusehends, wenn wir ihm genügend Zuwendung zukommen lassen. Mineralien erstrahlen in neuem Glanz, wenn sie gepflegt und wie ein Teil der Schöpfung, der sie auch sind, behandelt werden. Wir alle, und alles auf dieser Welt, sind Teil des unendlich Einen. Wir müssen Schluß machen mit den Wertungen, "das ist ein Stein und dieses ist eine Pflanze und wir sind Menschen".

Wir müssen Schluß machen mit dem Irrglauben, daß wir die alleinigen Herrscher dieser Welt sind. Wir wissen nicht was nach uns noch kommt. Es wäre vermessen, zu behaupten, die Evolutions – Spirale hätte mit der Entstehung des Menschen ihr Ende gefunden.

Eine alte Lehre geht davon aus, daß wir alle und Alles ein Teil Gottes sind, nur in jeweils anderen Ausdrucksformen. Versuche ich den Stein als einen Teil Gottes zu sehne, dann werde ich ihn nicht mehr als Ding, sondern als Partner betrachten und entsprechend mit ihm umgehen. Der Stein wird es mir danken, indem er mich teilhaben läßt an seinem "Urwissen", welches er mir über seine feinstofflichen Schwingungen übermitteln kann. Ich muß fähig werden, diese Schwingungen aufzunehmen und zu verstehen. Die Schwingungen sind seit Anbeginn in dem Stein gespeichert, lange bevor es uns Menschen gab.

Es gibt einen weiteren Weg der Selbstheilung, nicht nur auf körperlicher, sondern auf psychischer Ebene. Wir haben die Möglichkeit uns mit dem "Universellen Bewußtsein" zu verbinden und von dem seit Anbeginn gespeicherten Wissen zu profitieren. Wir müssen nur wollen. Wir müssen uns öffnen und bereit sein als Kanal zu dienen. Nur wenn wir das Allgemeinwohl an erste Stelle setzen, werden wir auch persönliche Hilfe erfahren. Solange wir versuchen die Kräfte für egoistische Zwecke zu mißbrauchen, werden wir vergeblich auf die ersehnte Hilfe waren. Wenn wir erkennen, daß wir ein Teil des "Ganzen" sind und unser Wohlergehen dem "Ganzen" dient, dann sind wir bereit, auch als Kanal für Kräfte zu wirken, von denen wir vielleicht momentan noch nichts ahnen.

Ein für uns alle gangbarer Weg ist das

Tarot und die Kabbalah.

Das Tarot und der Baum des Lebens

Der Baum des Lebens ist eine symbolische Darstellung, sowohl des Urprinzips als auch des materiellen Universums, eine Darstellung von Makrokosmos und Mikrokosmos. Der Mensch selbst ist ein kleines Universum, eine minuziöse Kopie des großen Universums.

Der Baum des Lebens besteht aus 10 Kreisen, die Sephiroth (Zahl) genannt werden und 22 Verbindungslinien, den Pfaden. Sowohl die Sephiroth als auch die Pfade haben ihre Entsprechungen in Planeten, Tierkreiszeichen, Farben, Pflanzen, Steinen, Tieren und den Tarotkarten.

Das Tarot basiert auf dem dargestellten kabbalistischen Lebensbaum. Es wurde als ein praktisches Instrument für kabbalistische Überlegungen entworfen. Das Tarot beschäftigt sich mit dem Einfluß der 10 Sephiroth und der 22 Pfade auf den Menschen und gibt die besten Methoden an, ihre Kräfte zu manipulieren.

Es geht in dieser Einführung darum, eine leicht verständliche Einweisung in die Kabbalah zu geben, weil sie für das Verständnis des inneren Zusammenhangs der Tarotkarten unumgänglich ist. Dadurch wird die Darstellung in dieser kurzen Einführung leider etwas ungenau. Die kurzen Erklärungen zum Lebensbaum sollten als Nährboden verstanden werden, auf welchem sowohl das Verständnis als auch die Vertiefung des Tarot wachsen können.

Kabbalah (auch Kabbala geschrieben) ist ein hebräisches Wort, das "Wissen" oder "Überlieferung" bedeutet. Grundlagenwerke sind der "Sepher Jetzirah" – das Buch der Schöpfung – und der "Sohar" – das Buch der Herrlichkeit. Die ältesten Überlieferungen gehen bis zum alten Ägypten zurück und wurden in dieser Zeit nur mündlich weitergegeben. Auch später hatten die Kabbalisten unter ständigen Verfolgungen zu leiden, so daß sie bis in unser Jahrhundert gezwungen waren ihre Forschungen im Geheimen und ihre Erkenntnisse nur mündlich weiterzugeben.

Erst in den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts wurden die ersten kabbalistischen Lehren niedergeschrieben und einem breiteren Interessentenkreis zugänglich gemacht. Die letzten Geheimnisse werden aber auch heute noch von den Mysterienschulen gehütet und nur "Eingeweihten" zugänglich gemacht.

Anders als die Christen, die glauben, daß der Weg zur Erlösung durch Glauben, Liebe und gute Taten geht, glauben die Kabbalisten, daß es nur möglich ist, das Urprinzip (Gott) durch Wissen (im Sinne von Erkenntnis und Erfahrung) zu erreichen. Nach dieser Lehre sind wir also nicht durch die Sünde im christlichen Sinne von Gott, dem Urprinzip, abgeschnitten, sonder durch Unwissenheit unfähig, das Urprinzip zu erkennen.

Ein grundlegender Gedanke der Kabbala ist, daß alle Dinge im Universum Teil eines organischen Ganzen sind, das von göttlichen Gesetzen beherrscht wird. Zwischen den Dingen gibt es Verbindungen und Entsprechungen, auch wenn diese nicht offensichtlich sind. Daraus folgt, daß alle Erscheinungen etwas vom Urprinzip enthalten, und daß das Urprinzip durch die Erscheinungen erkennbar wird. Das Universum ist wie ein Buch, man muß es nur lesen. Auch wir, als Menschen, erscheinen als eine Widerspiegelung des Urprinzips (Gottes) als auch des materiellen Universums. Wir verkörpern Mikrokosmos und Makrokosmos.

Die Sephirah 1, Kether, repräsentiert das göttlich Eine, die spirituelle Essenz, wie auch die spirituelle Essenz des Menschen ohne Qualität und ohne Quantität. In den Sephiroth 2 und 3 manifestiert sich die Einheit zur Dreiheit, männlich und weiblich. Vater des Universums und Mutter des Universums. Für uns Menschen entspricht dies unserer Kreativität und unserer Intelligenz. Die Sephiroth 4 – 9 beschreiben unsere mentalen und moralischen Qualitäten als konzentriert in unserer menschlichen Persönlichkeit. Die Nr. 6 ist sozusagen eine konkrete Ausarbeitung der Sephirah 1, und die Sephirah 10 korrespondiert mit der Erde, welche das physikalische Vehikel der vorhergehenden 9 Sephiroth ist.

Auf dieser Grundlage beruht der Gedanke eines "Pfades", den wir stufenweise erklimmen können, um uns dem Urprinzip zu nähern, und umgekehrt.

Grundsätzlich geht die Kabbalah davon aus, daß das Urprinzip vollständig unbegreiflich ist. Es kann niemals direkt angesprochen werden – auch nicht im Gebet. Es ist Alles und Nichts. Es hat keine Eigenschaften und ist daher weder böse noch gut. Die Kabbalah nennt es "Ain Soph" – das Grenzenlose. Es hat das Universum nicht erschaffen und ich folglich auch nicht dafür verantwortlich, sonder das Universum floß aus "ES" heraus, nicht als Willensakt, sondern notwendig als Überfluß oder Überlauf.

Der "Sohar" verwendet hier ein Bild. Aus dem "Ain Soph" brach ein einzelner Lichtstrahl (Kether) und aus diesem Licht kamen 9 weitere Lichtstrahlen. Dieses "Ausfließen" von Lichtstrahlen ist eine erste Offenbarung von Aspekten des unbegreiflichen Urprinzips. Jede der 10 Lichtstahlen kann sowohl als eine Facette des Urprinzips als auch als eine Stufe der Offenbarung angesehen werden. Diese Lichtstrahlen sind die Sephiroth.

Der Baum des Lebens läßt sich in vier Elementebenen einteilen, in denen die Nr. 1 dem Feuer, die Nrn. 2 und 3 dem Wasser, die Nrn. 4 – 9 der Luft und die Nr. 10 der Erde zugeordnet werden. Diese Elemente dürfen allerdings nicht mit ihren materiellen Gegenstücken gleichgesetzt werden, sondern bezeichnen spirituelle Prinzipien, deren Eigenschaften an den materiellen Elementen beobachtet werden können.

Diese Elemente finden wir auch in den Zuordnungen zu den Großen Arkanen wieder. Bestimmte Karten werden in ihren Eigenschaften auch bestimmten Elementen zugeordnet. Die Einteilung in diese Elemente finden wir auch in der Astrologie, der Numerologie und vielen anderen Persönlichkeitsdeutungsprinzipien wieder.

Der Baum des Lebens wird, um besser erfaßt zu werden, in vier Welten eingeteilt.

Die erste Welt,

Atziluth, ist die archetypische Welt.

Die zweite Welt,

Briah, ist die schöpferische Welt.

Die dritte Welt,

Jetzirah, ist die formgebende Welt.

Die vierte Welt,

Assiah, ist die materielle Welt.

Eine andere Möglichkeit der Einteilung besteht darin, sich den Baum des Lebens in drei Säulen geteilt vorzustellen.

Die linke Säule repräsentiert die weiblichen, passiven, dunklen Prinzipien des Yin.

Die mittlere Säule wird als Bewußtsein bezeichnet und stellt das Gleichgewicht her.

Die rechte Säule repräsentiert die männlichen, positiven, hellen Seiten, sie ist das Yang.

Die rechte Säule umfaßt:

Chokmah (Sephirah 2) der Vater des Universums, die Kraft hinter allem Tätigen und Schöpferischen.

Chesed (Sephirah 4) die zivilisierende, beschützende, liebende, väterliche Kraft.

Netzach (Sephirah 7) die Kraft der Natur, der Impulse und Emotionen.

Diese drei Sephiroth bilden die Säule der

> Gnade <.

Die mittlere Säule umfaßt:

Kether (Sephirah 1) die erste Emanation des unbegreiflichen Urprinzips. Es beherrscht die obere Dreiheit und ist das höchste Stadium des Bewußtseins.

Tipharet (Sephirah 6) das Selbst, der Heilige Schutzengel. Zwischen Gnade und Strenge manifestiert sich das Selbstbewußtsein, der freie Wille.

Yesod (Sephirah 9) ist das Fundament, das Unbewußte, das Astrale.

Malkuth (Sephirah 10) ist der Mensch in seinem tatsächlichen Sein, welches aber die 9 Sephiroth enthält, die er nur zu verwirklichen braucht.

Die linke Säule umfaßt:

Binah (Sephirah 3) ist die Mutter des Universums, passiv und aufnehmend bis zur Befruchtung, danach fruchtbar. In Binah sind die schlummernden Möglichkeiten der Formen enthalten. Sie ist das Gegenstück zu Chokmah, dessen Kraft sie Wert bzw. Form gibt.

Geburah (Sephirah 5) ist die gebündelte Energie, stark und mit zerstörerischer Kraft. Die liebende Ebene von Chesed wird hier gesammelt und konzentriert und wird so zu Stärke und Strenge im positiven Sinn.

Hod (Sephirah 8) sammelt die Energie von Netzach, die animalischen Instinkte und Emotionen, welche hier zu den höheren Stufen des Geistes werden, zu Intuition und Inspiration.

Diese drei Sephiroth bilden die Säule

> der Strenge <.

Die praktische Anwendung des Baum des Lebens geschieht durch die Bearbeitung der 22 Pfade, die Verbindungslinien zwischen den Sphiroth, in Meditation und Magie. Einen Pfad zu bearbeiten bedeutet, auf ihm zu reisen. Die Entsprechungen, welche den Pfaden zugeordnet sind, dienen als Hilfsmittel für diese Reise, denn jeder Pfad hat nur eine Tür, durch welche er betreten werden kann.

Das Tarot ist ein symbolisches Bild des Universums, das auf der Kabbalah basiert. Die bildliche Darstellung des Beziehungssystems des Universums in der Kabbalah ist der Baum des Lebens. Er ist die Basis des Tarot – Systems.

Das Tarot ist dem Baum des Lebens wie folgt zugeordnet:

Die vier Asse sind auf dem Thron von Kether plaziert, die verbleibenden Zahlkarten von 2 bis 10 jeweils den entsprechenden

  1. Chokmah
  2. Binah
  3. Chesed
  4. Geburah
  5. Tiphareth
  6. Netzach
  7. Hod
  8. Yesod
  9. Malkuth.

Die 22 Trümpfe sind den Pfaden zwischen den Sephiroth zugeordnet, entsprechend den hebräischen Buchstaben, mit welchen sie korrespondieren.

Die Könige und Königinnen der Bilderkarten (Hofkarten) sind seitwärts von Chokmah bzw. Binah plaziert, die Prinzen bei Tiphareth und die Prinzessinnen bei Malkuth.

Bevor man mit den Tarotkarten arbeitet, sollte man sich den Baum des Lebens vergegenwärtigen und sich mit seiner Hilfe die grundsätzlichen Beziehungen zwischen der Natur der Planeten, des Tierkreises, der Elemente, der Tarotkarten und aller anderen Entsprechungen vergegenwärtigen.

Einführung in die Arbeit mit dem Tarot.

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs und der Erneuerung. Diese Zeit hat sich schon vor einigen Jahrzehnten angekündigt, immer mehr Menschen fragen nach dem Sinn des Lebens und immer mehr Menschen versuchen einen neuen Halt zu finden in unserer leider anonym gewordenen Gesellschaft. Die Zahl der geistig, seelisch und körperlich Abhängigen von Suchtmitteln nimmt ebenso stetig zu, die Statistiken beweisen dies, und, bezieht man die Dunkelziffern mit ein, ist das Ergebnis erschreckend.

Immer mehr Menschen suchen nach "Führung" und "Führern" und geraten nicht selten an Scharlatane und skrupellose Geschäftemacher. Viele Menschen finden auch in den Kirchen nicht mehr den erwünschten Halt und verlassen die Glaubensgemeinschaften ohne zuvor einen neuen Halt gefunden zu haben. Dies kann u.U. zum Chaos führen, denn ich kann erst dann etwas loslassen, wenn ich den nächsten Halt deutlich vor Augen habe. Kein Bergsteiger wird den sicheren Haken loslassen, bevor er nicht einen neuen festen Halt gefunden hat. Diese Vorsicht lassen wir walten in allen Dingen, die unsere körperliche Unversehrtheit angehen, doch mit unserer seelischen, geistigen Unversehrtheit glauben wir, leichtsinnig handeln zu können.

Uns ist unser Gefühl für Spiritualität verloren gegangen. Wir wurden einst als "Ganze", spirituelle Wesen geboren und im Laufe unserer Entwicklung werden wir zu dem gemacht, was man Mensch nennt. Wir haben unser Fühlen durch rationales Denken ersetzt. Wir haben früh gelernt, unsere körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen, denn wir haben es nicht anders erfahren.

Unsere Eltern sorgten schon früh dafür, daß wir bei dem ersten Schrei eine Flasche bekamen oder gewickelt wurden. Vielleicht war unser Schrei aber gar nicht der Ausdruck eines körperlichen Unbehagens, sondern eines inneren Fühlens, eines inneren Unwohlseins, der Ausdruck unserer Sehnsucht nach Geborgenheit und Halt. Wir lernten rasch, unsere Gefühle nach der materiellen Welt auszurichten. Mir "Etwas Gutes tun" hieß, gutes Essen und Trinken, vielleicht noch ein guter Film oder ein Theaterbesuch, doch wann haben Sie Ihrer Seele, Ihrem Gefühl, das letzte Mal "Etwas Gutes getan"?

Wann haben Sie sich das letzte Mal, wie ein Kind, vertrauensvoll an einen Baum gelehnt, einer Blume Ihre Sorgen erzählt, oder einer Sternschnuppe Ihre Wünsche mit auf den Weg gegeben? Wann haben Sie das letzte Mal einem Menschen gegenüber geäußert, wie Sie sich seelisch fühlen? Das Mitteilen unseres Fühlens erstreckt sich mehr und mehr auf Mitteilungen wie: "Ich habe Kopfschmerzen" oder "mir tut der Magen weh". Wann haben Sie das letzte Mal "Liebeskummer" empfunden, richtig empfunden, wie einst als junger Mensch.

Wir sollten lernen, wieder "Ganz" zu sein, wieder ICH zu werden. Unseren Gefühlen wieder Beachtung zu schenken, unsere Gefühle auszudrücken, so wie sie in uns "hochkommen", ohne erklärende und beschönigende Floskeln.

Sie sind auf dem besten Weg.

Sie sind wie ich ein Suchender. Auf unserem Weg der Suche gibt es viele Hilfen, eine davon ist das TAROT und die KABBALAH. Das Tarot ist mehr als ein Spiel, es stellt, richtig verstanden, eine wahre Lebenshilfe dar, die uns in allen Lebensbereichen Hilfestellung sein kann.

Wenn ich die Symbolsprache des Tarot verstehen will, muß ich richtig sehen lernen, sehen mit meinen körperlichen und vor allem mit meinen seelischen Augen, muß hören lernen mit meinen körperlichen Ohren, aber vor allem mich ich lernen, die innere Stimme zu hören. Dann hat uns das Tarot mehr zu sagen als tausend Bücher.

Ein weiser Adept drückte es einmal so aus: "Auf einer einsamen Insel benötige ich nichts, außer meinem Tarot, es ist Begleiter und Berater und Lebensgefährte". Tarot kann ich nicht erklären, ich muß es erfühlen. Meine wahren Gefühle leiten mich hin zu Intuitionen, die wiederum mich und mein Leben leiten und führen werden.

Diese kleine Einführung soll keine wissenschaftlich fundierte Ausführung über Sinn und Zweck des Tarot sein. Sie soll vielmehr ein Wegweiser sein hin zu ganzheitlichem Fühlen und Erleben der Welt des Magiers und des Narren.

Das Tarot – Spiel besteht aus 78 Karten, wobei ich mich bewußt auf die 22 Großen Arkana beschränken werde, denn alle Weisheit dieser Welt ist in diesen 22 Karten und den 32 Pfaden des Lebensbaumes zu finden. Die 22 Großen Arkanen bieten eine solche Fülle an Informationen und Hilfen, daß wahrscheinlich ein Leben nicht ausreicht, sie alle zu erfassen. Ich will auch nicht versuchen, den Weg zu einem perfekten Menschen zu weisen, sondern ich will versuchen, Wege aufzuzeigen, die es ermöglichen, trotz aller äußeren Störungen im Innern gesund und ganz zu sein.

Es ist kein einfacher Weg, das Tarot intuitiv zu erfassen, es ist ein Weg, der Ausdauer und innere Bereitschaft fordert, aber es ist auch ein Weg der Genesung und der Erkenntnis, der Liebe und des Geborgenseins. Viele kleine Übungen ermöglichen es, die Karten zu verstehen und anzuwenden. Die Symbolsprache der Karten ist manchmal verwirrend, aber nur für den, der nicht bereit ist, sich diesem Weg in Vertrauen zu widmen.

Dem Unwissenden und Zweifelnden wird der wahre Sinn stets verborgen bleiben, dem Lernenden jedoch eröffnen sich mit jeder Karte neue Wege und Perspektiven, die zum Ziel führen.

Versuchen Sie für den Anfang, sich jeden Tag eine Karte auszuwählen, und diese ruhig und ausgiebig zu betrachten. Versuchen Sie bei einer guten Entspannungsmusik wenigstens 10 Minuten über die betreffende Karte zu meditieren. Versuchen Sie jede Einzelheit zu erfassen. Alles hat seine Bedeutung, es ist wichtig zu sehen, daß auf dieser Karte 5 Rosen oder auf jener 2 Bäume usw. zu sehen sind. Die Symbolsprache des Tarot lebt durch Zahlen und die Zahlen bringen uns die Verknüpfungen zu den Pfaden des kabbalistischen Baum des Lebens nahe. Lassen Sie auch die Farben auf sich wirken, jede Farbe hat ihre bestimmte Bedeutung. Je intensiver die Betrachtung der einzelnen Karten ausfällt, desto intensiver wird auch Ihre innere Verbindung zum Tarot.

Im Anhang an diese Einführung sind ausführliche Tabellen angefügt, die die einzelnen Zuordnungen aufzeigen.

Jeder Karte ist eine bestimmte Farbe zugeordnet, versuchen Sie, sich an jedem Tag mit der entsprechenden Farbe zu umgeben. (Geschäftigen Sie sich gerade mit dem Schlüssel "I – Der Magier", dann tragen Sie ein gelbes Kleidungsstück). Es reicht aus, wenn Sie ein Taschentuch, einen Schal oder eine Krawatte in dieser Farbe tragen, die Sie im Tagesgeschehen immer wieder an die Bedeutung der Tarotkarte erinnern wird.

Jeder Karte ist eine bestimmte Zahl zugeordnet. Versuchen Sie, den Sinn und die Bedeutung gerade jener Zahl in Ihrem Leben zu ergründen. Es gibt unzählige Anhaltspunkte in unserem Leben:

  • Geburtstage,
  • Hausnummern,
  • Gedenktage aller Art,
  • Besondere Ereignisse uvm.

Ebenso verfahren Sie bitte mit den jeweils zugeordneten Buchstaben.

Jeder Karte ist eine bestimmte Musiknote zugeordnet. Versuchen Sie im Laufe des Tages sich diesen Ton vorzustellen, benutzen Sie Hilfsmittel in Form von Musikinstrumenten oder zeichnen Sie sich die entsprechende Musiknote auf einem Stück Notenpapier –auf. Versuchen Sie, diesen Ton zu summen oder in Verbindung mit dem entsprechenden Buchstaben zu singen. Seien Sie nicht mutlos, wenn anfängliche Mißerfolge Sie von Ihrem Weg abbringen wollen. Die Erfolge werden sich bald einstellen, in einer Form, die Sie nicht zu erwarten hofften.

Jedem Tarot – Schlüssel ist auch ein entsprechendes Mineral oder ein Edelstein zugeordnet, versuchen Sie, sich diesen Stein, gleich in welcher Form zu beschaffen und legen Sie ihn immer während der Beschäftigung mit der Karte auf den Tisch, so daß er in Ihrem Blickfeld ist. (Für den von uns angebotenen Tarot – Kurs zu den 22 Großen Arkanen können die entsprechenden Steine bei uns bestellt werden). Bei der folgenden Arbeit mit dem Tarot erfüllt dieser Stein einen ähnlichen Zweck wie die Farbe, die zu dieser Karte gehört. Gemeinsam mit Farbe, Zahl und Buchstabe wird er Sie immer an die Bedeutung der jeweiligen Karte erinnern.

Später werden Sie in der Lage sind, ganz bestimmte Karten für alle Bereiche zu errechnen:

  • Persönlichkeitskarte,
  • Wesenskarte,
  • Karte des Tages, der Woche, des Jahres
  • Karte der Sehnsüchte usw.

Mit diesen Karten ist Ihnen dann ein Schlüssel zu Ihrer weiteren Entwicklung an die Hand gegeben, und viele Entscheidungen werden Sie unter anderen Gesichtspunkten treffen können.

Wichtig ist am Anfang nur die Bereitschaft, sich selbst zu erkennen und sich verändern zu wollen.

"Willst Du die Welt verändern, beginne bei Dir, verändere Dich im positiven Sinn".

So einfach dieser Satz klingen mag, so beinhaltet er doch unzählige Fragen wie:

  • Wer bin ich?
  • Wo stehe ich?
  • Was will ich ?
  • Was kann ich tun?

Auf all diese Fragen kann uns das Tarot eine erschöpfende Auskunft geben, wir müssen sie nur sehen und hören können.

Wie Sie das Tarot um Auskunft bitten können, erfahren Sie u.a. in unserem kompakten Fernkurs, siehe Seite "Fernkurse"

 

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